HPV

(Humane Papillomviren)

Welche Auswirkung können Papillomviren haben?

Diese Viren gehören zu den häufigsten Verursachern von Infektionen im Genitalbereich. Meist werden diese Infektionen nicht bemerkt und bilden sich rasch zurück. Bestimmte Typen dieser Viren (die sogenannten Hochrisiko oder HR-HPV) spielen jedoch eine entscheidende Rolle bei der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses (medizinischer Name: Zervixkarzinom) und seiner Vorstufen.

Krebsvorsorgeuntersuchung

Die Krebsvorsorgeuntersuchung mit dem üblichen Zellabstrich in jährlichen Abständen ist eine hervorragende Methode zur Früherkennung von Zellveränderungen am Gebärmutterhals. Wie jede Methode kann sie jedoch keine 100%ige Sicherheit gewährleisten. Der Nachweis von HR-HPV mit Gensonden wird seit kurzem routinemäßig zur weiteren Beurteilung von auffälligen Krebsabstrichen eingesetzt. Aber auch zur Ergänzung des unauffälligen Krebsabstriches bei der Vorsorgeuntersuchung von Frauen ab 30 Jahren kann dieses Verfahren sehr gute Dienste leisten. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben bewiesen, dass die Testung auf HR-HPV die Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses hier entscheidend verbessert. Bei jüngeren Frauen ist die Häufigkeit einer HPV-Infektion zu hoch und die gesuchten Zellveränderungen sind zu selten um eine HPV-Testung ohne bestehende Auffälligkeiten zu empfehlen. In den USA wird der Einsatz einer HPVTestung zur Verbesserung der Vorsorge von allen medizinischen Fachgesellschaften befürwortet und fast alle Kostenträger bezahlen ihn. In Deutschland übernehmen die Krankenkassen die Kosten einer routinemäßigen Vorsorgeuntersuchung auf HPV gegenwärtig noch nicht.

Verbesserung der Früherkennung

Wenn Sie heute bereits zusätzliche Sicherheit durch dieses hochmoderne Testverfahren gewinnen wollen, bieten wir Ihnen die Durchführung eines HPV-Gensondentests im Rahmen der Routineuntersuchung als sogenannte IGEL-Leistung an. Hierzu wird Ihnen ein Abstrich vom Gebärmutterhals entnommen. Dieser Abstrich wird dann im Labor mit den modernsten, heutzutage zur Verfügung stehenden Testverfahren untersucht und von einem der führenden Experten auf dem Gebiet der HPV-Forschung bewertet. Sollte bei dem Test der Nachweis von HR-HPV erbracht werden, so ist dies kein Anlass zur besonderen Beunruhigung. Im Gegenteil, es bietet sich hier für uns die Möglichkeit, neu auftretende oder bereits vorhandene Veränderungen in einem besonders frühen Stadium zu erkennen und zu behandeln. In vielen Fällen bildet sich die HPV-Infektion auch von selbst zurück. Für Sie erhöht sich damit die Chance für eine bestmögliche Krebsfrüherkennung und damit erfolgreiche Behandlung ganz wesentlich:

Ihre Sicherheit wächst.

Wichtig zu wissen: Aufgrund der meist langen Latenz (Ruhezeit) der HPV-Infektion kann von einem HPV-Nachweis nicht auf das sexuelle Verhalten geschlossen werden. Die HR-HPV-Infektion ist ein Risikoindikator für Zellveränderung am Gebärmutterhals und keine Geschlechtskranheit. Wenn Sie zu diesem Thema weitere Fragen haben, sprechen Sie mich bitte an.
 

zurück